AG der Selbständigen in der SPD besuchen Kosmetikkaufhaus.de

Links Yvonne Zapf im Gespräch mit Mirjam Fuhrmann.

Am 12.9.2018 besuchte der Bezirksvorstand der Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD (AGS) Hessen Süd auf Initiative seines Vorsitzenden, Dr. Dieter Falk, sein Mitglied Yvonne Zapf in ihrem „Kosmetikkaufhaus.de“ Versandhandel in Friedberg.

Yvonne Zapf hat dieses Kaufhaus 2001 von zuhause gegründet. Heute ist es ein Online Shop mit 300 Marken und 37.500 Artikeln im Sortiment. Nach den kleinen Anfängen im Jahr 2001 kann das Kosmetikkaufhaus heute 6 Millionen Euro Umsatz verbuchen. Das ursprünglich geplante Versandziel von 200 Paketen im Jahr gehört längst der Vergangenheit an: heute verlassen täglich Hunderte von Paketen das Lager, die mehrmals am Tag von DHL abgeholt und weltweit verschickt werden. Yvonne Zapf legt Wert auf Nachhaltigkeit, der Versand erfolgt umweltfreundlich nur in Papierverpackungen und Kartonagen.

Zu dem der Online-Versand in Friedberg gehören auch ein Kosmetikinstitut, ein Nagelstudio und eine Parfümerie. Das Kosmetikkaufhaus bietet nicht nur konventionelle Kosmetik bekannter Marken, sondern auch ein reichhaltiges Sortiment an zertifizierter und veganer Naturkosmetik. Im Gegensatz zu anderen Plattformen setzt Zapf auf kompetente Beratung und persönlichen Kontakt. 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sieben verschiedenen Nationen, darunter auch ein syrischer Flüchtling, sind für die Kunden da, auch für persönliche oder telefonische Beratung. Für ein Unternehmen dieser Größenordnung eine Herkulesaufgabe: Derzeit werden die gesamte Buchhaltung und das Lagerwesen auf SAP umgestellt. Das geht nur, weil die Eigentümerin und ihr Mann die Firma auch im Urlaub am Laptop im Blick hatten.

Die Politik vernachlässigt bei der Gesetzgebung die kleineren und mittleren Unternehmen, das gilt auch für die Umsatzsteuer. Yvonne Zapf muss für jedes Land, in das sie ihre Ware ausliefert eine eigene Steuernummer beantragen und alleine für die Einschaltung der jeweiligen Außenhandelskammer jeweils 425€ im Monat zahlen. Zusammen mit allen anderen Aufwendungen aus den unterschiedlichen Gesetzen ist das für ein Unternehmen dieser Größenordnung nicht leicht zu stemmen.

Yvonne Zapf in ihrem Lager

Die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD wird sich dieses Problems annehmen und hat bereits mehrere Anträge dazu gestellt. „Wir wollen, dass auch kleinere Unternehmen im Wettbewerb der Online-Plattformen mithalten können“, so Dieter Falk, der Bezirksvorsitzende der AGS . Dazu müssen wir die Bürokratiehürden für diese Unternehmen gezielt abbauen. Das sei  auch deshalb aus Sicht der SPD wichtig, weil diese Unternehmen in der Regel bessere Arbeitsplätze anböten und verantwortlicher mit der Belegschaft umgingen als die großen Player wie Amazon.

Bis heute ist es das „Näschen“ von Yvonne Zapf und ihrer Mitarbeiter, das entscheidet, was ins Sortiment aufgenommen wird. Dafür besucht Yvonne Zapf auch Messen und empfängt täglich Vertreter, um immer über Trends und Neuheiten auf dem Laufenden zu bleiben. Die richtige Spürnase ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da bereits im Januar die Bestellungen für das Weihnachtsgeschäft getätigt werden müssen. Die Weihnachtszeit ist die absolute Hauptumsatzzeit – falsche Einschätzungen des Marktes können da schnell teuer werden, denn die Ware muss beim Hersteller ohne Rückgabemöglichkeiten bezahlt werden.

Auch einen Einbruch, bei dem Ware und Computer gestohlen wurden, haben Yvonne Zapf und ihr Mann Rolf mit viel Mühe und schlaflosen Nächten überstanden. Dabei war die Versicherung nicht sehr entgegenkommend.

An dem Firmenbesuch nahm auch die sympathische SPD-Landtagskandidaten für die Wetterau, Mirjam Fuhrmann, teil. Sie ist von Haus aus Bankangestellte und konnte die wirtschaftliche Problematik sehr gut nachvollziehen. Als Mutter zweier Kinder gilt ihr Hauptaugenmerk derzeit aber Bildungsfragen, wo die SPD hofft, nach den Landtagswahlen am 28. Oktober entscheidende Fortschritte für die Eltern und Kinder in Hessen zu erzielen.

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